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Jessica Gurschke

Jobwechsel oder bleiben? Wie du mit einer einfachen Methode endlich Klarheit bekommst

  • 3 days ago
  • 3 min read

Updated: 2 days ago

Wie treffen wir eigentlich gute Entscheidungen – im Job wie im Privatleben? Oft verlassen wir uns auf einzelne prägende Momente oder unser Bauchgefühl. Doch was passiert, wenn wir anfangen, unsere Erfahrungen bewusst zu sammeln und sichtbar zu machen? Dieser Artikel zeigt, wie eine einfache Methode helfen kann, mehr Klarheit zu gewinnen.

Ein TikTok, das mich nicht mehr losgelassen hat


1. Ein TikTok, das mich nicht mehr losgelassen hat

2. Was wäre, wenn wir Beziehungen in Zahlen denken?

3. Warum einzelne Momente so viel Gewicht bekommen

4. Und der Rest? Der verschwindet einfach im Hintergrund

5. Was passiert, wenn ich meinen Arbeitsalltag wirklich ernst nehme

6. Ist mein Bauchgefühl vielleicht doch ziemlich rational?

7. Vielleicht geht es gar nicht um die perfekte Entscheidung



Letzten Mittwoch habe ich nach einem Arbeitstag noch ein bisschen auf dem Sofa durch TikTok gescrollt. Dabei bin ich auf ein spannendes Video einer Data Analystin gestoßen. Das Thema war: Beziehungen, und wie erkenne ich eigentlich, ob ich in meiner jetzigen bleiben sollte. Die Methode: eher ungewöhnlich. Jedes Event in der Beziehung wird auf einer Skala von -10 bis +10 bewertet. Dein Freund organisiert ein romantisches Candle Light Dinner inkl. drei Gänge Menü? Ohne Frage glatte zehn Pluspunkte. Aber wenn er einmal mit zu deiner Familie soll, wird direkt gemeckert? Das bringt ihn mit fünf Punkten ins Minus.


Was wäre, wenn wir Beziehungen in Zahlen denken?


So lässt sich die Beziehung dann über mehrere Methoden analysieren: welchen Mittelwert hat meine Beziehung eigentlich? Gibt es vielleicht Ausreißer, mit auffälligen Mustern? Und wie sieht das Ganze im Zeitverlauf aus? Nachdem sie ihre Methodik ausgeführt hatte, musste ich sofort daran denken, wie gut diese Methodik auch geeignet ist, um zu prüfen, ob der eigentliche Job noch der richtige für mich ist.


Warum einzelne Momente so viel Gewicht bekommen


Häufig werden bei Entscheidungen ganz bestimmte Situationen berücksichtigt, die viel Raum einnehmen. Zum Beispiel das Glücksgefühl beim letzten erfolgreichen Projekt, oder wie ich mich übergangen gefühlt habe, als die Beförderung an jemand anderen ging.


Und der Rest? Der verschwindet einfach im Hintergrund


Aber das ständige Rauschen des Alltags geht schnell unter: das Lächeln der Kollegin, der kritische Seitenblick des Chefs.


Was passiert, wenn ich meinen Arbeitsalltag wirklich ernst nehme


Unbewusste Prozesse laufen im Hintergrund, wichtige Punkte werden einfach vergessen oder der berühmte Fuß, mit dem wir aufgestanden sind, lenkt unsere Entscheidungen. Was würde eigentlich passieren, wenn ich mal für 14 Tage versuchen würde, konsequent alle Situationen in meinem Arbeitsalltag zu tracken? Wahrscheinlich kann ich aus den vielen Daten, die ich erhoben habe, noch mal ganz unerwartete Inspiration für meine Entscheidungen ziehen.

Denn das Problem ist häufig nicht, dass wir keine Daten hätten. Unsere TikTokerin zeigt anschaulich: Daten sind eigentlich immer im Überfluss vorhanden, selbst wenn es um Themen geht, bei denen man das zunächst gar nicht unbedingt erwarten würde.


Ist mein Bauchgefühl vielleicht doch ziemlich rational?


Das Problem ist vielmehr: als Menschen sammeln wir zwar permanent Daten, aber nur selten machen wir sie explizit. Wenn ich anfange meine Beziehung in Excel zu tracken, bekomme ich vielleicht zunächst den ein oder anderen komischen Seitenblick zu geworfen. Aber eigentlich mache ich nichts anderes, als mir ein Entscheidungsframework zu bauen und mein Bauchgefühl zu explizieren.


Und auch wenn ich dann nicht alle meine Entscheidungen nur auf dieser Basis treffe, habe ich zumindest mal eine Grundlage, die mich sowohl bei der inneren Klärung als auch als Gesprächsgrundlage unterstützen kann (natürlich je nach Partner:in).


Aber ist mein Bauchgefühl nicht eigentlich auch nichts anderes als eine implizite Aggregation aller meiner Erlebnisse in eine Art „innere Super-Excel“? Dazu mehr in meinem nächsten Artikel.


Vielleicht geht es gar nicht um die perfekte Entscheidung


Worum es hier eigentlich geht – sowohl im Privatleben als auch im Beruflichen – ist doch vielmehr das: wenn es darum geht eine Entscheidung zu treffen, dann hilft es immer Kriterien explizit zu machen und ehrlich zu bewerten. Und manchmal reicht da vielleicht schon ein Blatt Papier mit ein paar Zahlen und Symbolen.



Wenn du merkst, dass dich solche Fragen gerade begleiten und du dir mehr Klarheit wünschst, kann es hilfreich sein, nicht nur allein darüber nachzudenken. In meinen Coachings schaffen wir genau diesen Raum: um Gedanken zu sortieren, Muster sichtbar zu machen und Entscheidungen bewusster zu treffen. Wenn du möchtest, begleite ich dich gern ein Stück auf diesem Weg.



 
 
 

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